Bildungsmonitoring

die Fration WFO-LKR beauftragt die Verwaltung, die Einrichtung eines Bildungsmonitorings zu prüfen und in drei Schritten vorzugehen:

  1. WFO-LKR fordert für eine erste Stufe des Bildungsmonitorings den einfachen und kostenlosen Zugriff für ausgewählte kommunale Schulverantwortliche auf den KM-(Kultusministerium) Datenbestand zu etablieren. Doppelstatistiken sollen vermieden werden.
  2. WFO-LKR fordert in einem zweiten Schritt zu klären, inwieweit die vorhandenen Daten des KM und der Stadt für ein einfaches Bildungsmonitoring Bildungsmonitoring der Schulen ausreicht.
  3. In einem dritten Schritt soll geprüft werden, inwieweit die vorhandenen Daten für ein erweitertes Bildungsmonitoring unter Berücksichtigung und Einbeziehung aller Stakeholder ausreichen. Ggfs. ist ein Konzept mit ergänzenden Daten zu entwickeln.

Begründung:

  1. Im Grundsatz erscheint unserer Fraktion WFO-LKR die Durchführung einer aussagefähigen Wirksamkeitskontrolle der Bildungslandschaft in der Stadt Oldenburg wünschenswert und vernünftig. Insofern unterstützen wir den Antrag der Grünen zum Bildungsmonitoring. Allerdings darf keine neue Bürokratie entstehen und keine verfehlte Schulpolitik, wie die aus dem Ruder laufende Inklusion und die Abschaffung von Förderschulen beschönigt werden. Die Brandbriefe aus den Oldenburger Kitas und Schulen zeigen deutlich die Überlastungen und Überforderungen der Lehrkräfte auf und zwingen zum Handeln.
  2. Dabei betrachten wir zwei unterschiedlich große Bereiche:
    1. die kleinere Bildungslandschaft, nur bezogen auf die Schulen. Hier sollten insbesondere die zivilisatorischen Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen erfasst werden, d.h. gemäß Schulgesetz „das schrittweise Aneignen von Kenntnissen und Kompetenzen“ FÜR FACHLICHE ARBEIT. Von der KiTa bis zum Abitur gibt es Bildungs- und Lehrpläne, die ausgewertet werden können.
    2. die umfassende Bildungslandschaft mit allen relevanten Akteuren wie Eltern, Schulen, Vereinen, Institutionen, Freunden, denn das Beibringen von „LEBENSFÄHIGKEIT“ ist vor allem ELTERNPFLICHT.
  3. Wichtig ist zu definieen, was unter Bildung der Kinder, Jugendlicher, junger Erwachsenen zu verstehen ist:
    Unsere umfassende Definition bezieht sich auf das Humboldt´sche Bildungsideal einer individuellen Persönlichkeitsentwicklung.
    Die wesentlichen Ziele der Bildungsakteure und Aktivitäten sollen die jungen Menschen befähigen ein „selbstbestimmtes, glückliches, gesundes und soziales Leben“ zu führen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist dabei das Erkennen der einzigartigen Individuellen Talente.
    Voraussetzung eines aussagefähigen Monitorings ist, dass klare Ziele definiert werden.
    Als Kriterien für die Definition eines operativen Zieles bieten sich an:

    1.  Ergebnis
    2. Termin
    3. Ressourcen
    4. Qualität
    5. Woran kann ich die Zielerreichung erkennen?
  4. Das Bildungsmonitoring sollte hierzu mit angemessenem Aufwand Antworten hinsichtlich Qualität und Quantität geben, um die Bildungsbemühungen in der Stadt Oldenburg zu erkennen und ggf. zu verbessern.
    Bezieht sich das Monitoring vorerst auf die Beiträge der Schulen gemäß Punkt 2.1, sollten die bereits vorliegenden objektiven Daten im Kultusministerium und in der Stadt abgefragt werden.
  5. Die neusten internationalen Untersuchungen zeigen, dass Personen mit guter Bildung länger leben, gesünder und wohlhabender sind.

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